Freitag, 24. Februar 2012

Miggy likes the internet





Seit fünf Monaten lebt Miggy in Berlin; sie arbeitet als Social Media Consultant, ist freie Mode-Journalistin und seit 2009 schreibt sie ihren Blog Miggy likes the Internet.
Eigentlich kommt Miggy aus London, aber sie bewegt sich gerne durch die Welt und in Berlin fühlt sie sich sehr wohl. Es ist ihr leicht gefallen, sich einzuleben: "Die Ber­liner, die ich bisher kennengelernt habe sind sehr freundliche Menschen, sehr un­prätentiös und sehr ehrlich." Auf meine Fra­ge was ihr wichtig ist im Leben ant­wortet sie: "Immer neue Ideen zu haben."
Und weil ich schon gestern eine Bloggerin vorgestellt habe mache ich einfach weiter damit  und empfehle noch ein paar Blogs, die ich selbst immer so lese. Ohne An­spruch auf Vollständigkeit natürlich; es soll ja übersichtlich bleiben, und nur welche, die hier bisher nicht genannt wurden; es soll ja nicht langweilig werden.
Los gehts, bitte hier entlang...
Since five months Miggy lives in Berlin; she works as Social Media Consultant, Fashion Journalist ans since 2009 she runs her own blog Miggy likes the internet.
Originally Miggy is from London, but as she likes to travel the world she feels fine in Berlin. It was easy for her to settle in: "The Berlin people I've met yet were friendly, down to earth and very honest." She replys my question what she considers important in life: "Always to hit on new ideas."
Well, and for the reason that this is my second post in two days introducing a blogger I'll continue with some recommendations from my private reader. So, unfortunately these are more or less text-heavy blogs in german and so I won't translate my list today. Sorry, dear foreign readers.





Donnerstag, 23. Februar 2012

Von Welt zu Welt




Jessica liebt und lebt die Mode der 50iger Jahre. Und wie es eine wirkliche Passion so mit sich bringt kennt sie sich auch richtig gut aus damit. Das merkt man spätestens nach einem Blick auf ihren Blog Classy Style, den sie als JessiJane schreibt und der sich nicht mit verspielten Klischees und Oberflächlichkeiten aufhält, sondern reich­lich Informationen und Einblick in den Stil, die Mode und das Lebensgefühl einer Zeit gewährt, die eigentlich so lange gar nicht her ist, und dennoch aus einer anderen Welt zu sein scheint.
JessiJane unternimmt ihn, den Spaziergang zwischen den Welten, und verknüpft diese nach eigenen Vorstellungen. So legt sie beispielsweise Wert auf die Manieren eines Mannes: "Ich lasse mir gerne die Tür auf­halten, oder in den Mantel helfen." Und auch wenn ich verstehe was sie meint, kann ich doch nicht anders, als das Wort Emanzipation auf den neuzeitlichen Tisch zu legen: "Ja, Emanzipation. Das ist nicht die Emanzipation einer Alice Schwarzer. Ich muss nicht die Tür selbst aufmachen um mich emanzipiert zu fühlen." Jessica verwendet den Begriff Alphamädchen und erklärt ihn so: "Eine Frau kann selbst­bewusst sein, Karriere machen, tun was sie will, und doch ist sie auch feminin, ein Mädchen."
Jessica loves and lives the style of the 50ies. And a passion often brings along a well-marked knowledge, like in Jessicas case. After having a look at her blog Classy Style, which she writes as JessiJane, it is obvious that she doesn't monkey around with any old superficiality or cliché. She offers a large number of informations and insights of the style, the fashion and the sense of life of a time which isn't that long ago, actually, but anyway appears like a totally different world.
JessiJane  is taking the walk between the two worlds, combining them to her pleasure. For example she places value on the good manners of men: "I like if a man holds the door open for me, or if he holds the coat for me." And although I understand what she means I can't help to adress the modern term of emancipation: "Yeah, emancipation. It's not about being emancipated like Alice Schwarzer proclaimed it. I don't need to open the door myself to feel emancipated." Jessica uses the phrase alpha girl and explains ist like this: "A woman can make her career, she can be self-confident and do what she wants, but at the same time she's feminin and a girl in a way."

Mittwoch, 22. Februar 2012

Wenn die Bürger schlafen gehen, in der Zipfelmütze...


...so beginnt ein alter deutscher Schlager: Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da, die Nacht ist da das was gescheh'!
Im Karneval wird so mancher Zeile dieses Liedes gründlich die Ehre erwiesen: nicht nur dem "Schlendrian, Schlendrian, unter den Laternen" begegnet man allerorten, nein auch die Empfehlung:"Berauscht Euch, Freunde, trinkt und liebt und lacht und lebt den schönsten Augen­blick!" findet hinlänglich Gehör und Nachahmung.
Im günstigsten Falle findet sich wer dies befolgt schließlich in einem Zustand, der im selben Lied in folgende Worte gekleidet seinen Ausdruck findet: "Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht, bedeutet Seligkeit und Glück!"
There is an old german song, telling about the possibilities and advantages of night-time beside going to sleep. During carnival many people are putting into practize what the song recommends: getting high, drinking, dancing, laughing, loving, which is supposed to end in a state of felicity and happyness.
If you ever stay in Cologne at carnival; it's your choice: jump in or escape. There is not much inbetween. But it tells quite a lot about the cologne soul: Live and let live.
So after a few years of escaping I gathered all my courage a couple of years ago and I jumped in. And I liked it.



Der Karneval ist nun vorbei; ich huldige ihm mit ein paar letzten Bildern, die nicht zuletzt sowohl meinem Bedauern Ausdruck verleihen sollen, dass der Geisterzug in diesem Jahr abgesagt werden musste als auch meiner Freude über die Ersatz-Geisterzüge, die Zeugnis geben vom kölschen Eigensinn.
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Carnival is over now: with a few, last photos I want to render homage to it. Not only because I want to express my regret that the traditional Ghost parade was canceled this year, but I also feel like saying Thanks to all those, who were attending the replacement-parades, which bear witness from the cologne self-will.
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Dienstag, 21. Februar 2012

"Ahl Säu"





"Ahl Säu" nennen sich diese kunstvoll kostümierten Damen und Herren, die nicht nur prächtig aussehen sondern auch mit­reissend, ja rauschhaft zu trommeln ver­stehen; jeder behäbige Spielmannszug (und davon trifft man so einige in Köln) treibt einem hernach unweigerlich die Tränen in die traurigen Ohren.
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"Ahl Säu" is how these fantabulously dressed up group is calling themeselves; as marvellous as their masquerade appears they infectiously are playing the drums; after witnessing that each ponderous marching group (and we have quite some in Cologne) will bring tears to your sad ears.
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Freitag, 17. Februar 2012

Teelichter im Sozialstaat


Es sind inzwischen einige Päckchen und Pakete für Elvis bei mir eingetroffen und ich möchte mich ganz herzlich bedanken dafür! Ich habe  gestern morgen alles bei Elvis abgeliefert, einen Kaffee mit ihm ge­trunken und ihm beim auspacken zuge­sehen. Elvis hat seine Post sehr sorgfältig begutachtet und alle Absender gelesen: "Aus Koblenz!"; "Sogar aus Weinheim!". Ich hab ein paar Fotos gemacht, die jedoch nur seine Hände zeigen, weil sie auf sachlichere Weise den Moment zu doku­mentieren imstande sind, als der Blick in Elvis' Gesicht, in dem der Betrachter unweigerlich nach einer Reaktion suchen würde. Das erschien mir unpassend und auch würdelos.
Das Portrait oben ist später beim Abschied entstanden, nachdem ich ihn und seinen Freund gemeinsam fotografiert hatte. Es ist mir wichtig darauf hinzuweisen dass dieses Portrait einfach das jüngste einer Serie ist, die Elvis mir gestattet von ihm zu machen.
In the meantime I received quite a few packages for Elvis, and I want to say thank you! Yesterday morning I went to Elvis to deliver his post. We had a coffee together and I joined him while he opened the packages. He payed a lot attention to the adresses of the senders: "From Koblenz!", "From Weinheim!" I took some photos, but they only show his hands for the reason that this seems to be the most objective way of documenting what happened. To show his face would invite spectators to search for any kind of reaction in it, and to me this seemed to be inappropriate and undignified.
I took the above portrait later, when we sayed good bye, and after I took some photos of him and his friend. It's of importance to me to point that out; this portrait is just the newest of a series which Elvis allows me to shoot.


Dass ich mich entschieden habe diesem Eintrag, anders als zuvor geplant, nun doch das Portrait voranzustellen, und dass ich es mit der Erläuterung so genau nehme liegt unter anderem an einer Aussage über die menschliche Würde von Prof. Dr. Christoph Butterwegge, gestern abend bei Beck­mann.
Das Portrait soll Elvis als Person in den Vor­dergrund stellen, es soll um ihn nicht gehen als Empfänger einer Teelichtspende.
Das Beckmann-Thema "Obdachlos - durchs soziale Netz gefallen" hat mich trotz aus­geprägter Abneigung gegen die Art der dort betriebenen Interviewführung ver­anlasst einzuschalten.
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Now I decided to start this post with the portrait, although first I thought this would be unappropriate. The reason for this detailed reflection is caused by the german talk-show Beckmann, which applied it's latest show last night to the topic of being homeless in a prosperous society. There Prof. Dr. Butterwegge made a point con­cerning human dignity.
The portrait of Elvis is supposed to put the focus on him as a human being, not as a person receiving tea-lights as a donation.
Even if I don't like the way Beckmann does his interviews I watched the complete show, because this is such an important topic.
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Donnerstag, 16. Februar 2012

Transistor 3000


Der Kölner Straßenkarneval hat heute be­gonnen und weniger aus enthusiastischer Feierlaune als vielmehr von der Vermutung getrieben ich könnte es zu einem zu späten Zeitpunkt schließlich bedauern, wenn ich nicht losziehe um zu fotografieren, habe ich mich also auf den Weg gemacht.
Ohne Ziel und Absicht habe ich gewartet bis meine Arme von selbst die Kamera ergriffen, oder wie in Julias Fall meine Stimme sich erhoben hat: "Frida Kahlo! Darf ich dich fotografieren?"
The Cologne street carnival started today, and so I went out to take some photos. It was more a speculation than an inner urge or enthusiasm which convinced me to do so; I simply was afraid I could regret it later, if I wouldn't take pictures. With no aim in mind I just waited till my hands would grab the camera, or like in Julias case, I'd raise my  voice: "Oh, Frida Kahlo. May I take your photo, please?"


Auf Kunst folgt Kunst: Alena als Spiegelbild von Roy Lichtensteins "Oh, Jeff..."; ein Kostüm zu dem es hier ein ausführliches Tutorial gibt; darin wird empfohlen einen Telefonhörer mit sich zu führen, den Alena allerdings gekonnt andeutet.
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Art follows on art: Alena as a mirror image of Roy Lichtensteins "Oh, Jeff...", a costume, well explained in a how-to- tutorial here. There is an advice to carry a telephone receiver around, but Alena indicates it with her gesture.
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Mittwoch, 15. Februar 2012

Revolutionary Dance





Zack Holland ist in Shrewsbury in Mittel­england aufgewachsen, nun lebt er in London, aber bald zieht er nach Köln. "Ich bin Künstler" sagt er von sich selbst, und er erklärt mir, dass er diesen Begriff eher  großzügig als sparsam verwendet. Für ihn bedeutet Kunst Freiheit zu schaffen und damit alles ausdrücken zu können. "Ich möchte die Freiheit haben, alles sagen zu können, auch Dinge die nicht erlaubt oder erwünscht sind. In England gibt es ein Sprichwort: 'Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann schweige.' Ich finde das nicht richtig."
Zack erzählt, dass seine Tante an Krebs erkrankt ist: "Das ist für mich sehr schwer. Aber sie redet darüber und sie macht auch Witze. Ich möchte auch Witze darüber machen können... Vertrauen ist wichtig, ich meine, auch wenn ich Dinge sage, die unangenehm sind, dass andere davon aus­gehen, dass ich eine gute Absicht habe, das wünsche ich mir."
Eine Form sich zu äußern besteht für  Zack im Tanz; so korrekt seine  Erscheinung auf den ersten Blick anmuten mag, so ver­blüffend unkonventionell kommt sein 'Revolutionary Dance' daher. Inspiration sollte jeder Mensch in sich selbst suchen, so Zack, die Revolution zu der er andere aufrufen möchte "ist deine eigene."
Tanzen tut er an wechselnden, teils ab­surden Orten in eigenwilliger Kostümier­ung; hier in Anzug und Krawatte, hier in seiner formschönsten Unterhose oder hier als dankender Fahnenschwinger.
Zack Holland grew up in Shrewsbury in the West Midlands, currently he lives in London, but soon he'll move to Cologne. "I'm an artist" he tells me, and he explains that he doesn't use this term too thriftily but extensively instead. For him art means to create freedom, to express anything he wants to say, even things which are not allowed or required. "In England there is a word: If you don't have anything nice to say, don't say anything at all.' I don't think that's right."
Zack tells of his aunt who is suffering from cancer: "That's very hard for me. But she talks about it and she's even joking. I'd like to be joking, as well... Trust is of importance, I mean, if I say anything uncomfortable, people should assume my good intentions, that's my desire."
One form of expression Zack chooses is to dance;  his style may appeal quite correct at the first glance, but his Revolutionary Dance is of unconventional style. "One should look inside oneself for every inspiration". So, the 'revolution' I would like you to join is your own one!"
Zack dances at changing, sometimes absurd places in varying costumes: here wearing a suit and tie, his shapeliest underpants or as a thankful flag thrower.

Montag, 13. Februar 2012

Petja und seine Freunde...





...sind gerade dabei Boxen und Verstärker in einen Kindergarten hinein zu tragen. Sie richten die Karnevalsfeier für die Kleinen aus: "Ja, die Erzieher können das nicht leisten, da machen wir als Eltern das." Gemeinsam mit einem anderen Vater mo­deriert Petja die Veranstaltung, und dass er etwas abgehackt mit mir spricht liegt nicht daran, dass ich ihm auf die Nerven gehe, wie ich auf verunsicherte Nachfrage erfahre: "Nein, das ist einfach, weil da Arbeit wartet gerade." Und das stimmt natürlich, während ich Petja fotografiere laufen seine Freunde geschäftig rein und raus.
Wenn Petja nicht als Hummel unterwegs ist, arbeitet er für den Brühler Kletter­wald, der mit dem passenen Namen Schwin­delfrei firmiert. Dort bietet er erlebnispädagogische Teamtrainings für Erwachsene an, die auf diese Weise die Untiefen und Möglichkeiten von Kommu­nikation, Vertrauen und Konfliktbereit­schaft ausloten können.
Petja ist ein slawischer Name: "Mein Vater hat ein russisches Kinderbuch gelesen: Petja und seine Freunde, da gehen die zum Beispiel in den Zoo, und Petja, der konnte mit Tieren sprechen."
Auf meine Frage, was Petja im Leben wichtig ist antwortet er nach kurzem Überlegen: "Freunde..?"
Petja and his friends are just bringing in an amplifier and loudspeakers into a kindergarten. They organize the carnival party for the kids: "Yeah, the educators can't do this on top, so we as parents pick up the slack." Together with another father Petja will moderate the show, and his curt answers are not caused by the fact that I'm bugging him, as he assures after my anxiouss demand: "No, it's just because there's some work to do." And he's right; while I talk to him his friend are bustling about.
When Petja is not dressed as a bumblebee he works at the Brühler climbing forest, with the fitting name Schwindelfrei, which means something like 'free from giddiness.' There he offers trainings for adult teams, which get the chance to get to the bottom of topics like communication, trust and conflict management.
Petja is a slavic name: "My father has read a russian childrens book: Petja and his friends. There was a story about Petja and his father visiting a zoo, and Petja was able to speak with animals." My question what he considers important in life, Petja replys after pondering for a moment: "Friends...?"

Samstag, 11. Februar 2012

Teelichter und Tante Käthe


Das ist Elvis. Einige werden ihn sicher schon kennen, denn hier im Blog ist er bereits zwei mal zu finden. Manchmal treffe ich Elvis wenn ich unterwegs bin, und wir reden ein bisschen. Seitdem der Winter sich als solcher deutlich zu erkennen gibt habe ich mich oft gefragt wie es Elvis wohl gehen mag. Heute nun bin ich ihm endlich über den Weg gelaufen.
"Mir geht's sehr gut. Ich hab jetzt eine kleine Hütte, in der ich nachts schlafen kann." Als es so richtig kalt geworden ist, hat er seinen Schlafplatz unter der Brücke verlassen: "Da hab ich in so 'ner Art Garage geschlafen." Ein freundlicher Mensch, bei dem Elvis auch immer mal einen Kaffee bekommt, hat ihm dann den kleinen Schuppen gezeigt: "Ja, und...? hab ich gefragt. 'Hier kannst du jetzt schlafen', hat der da gesagt."
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This is Elvis. Some of you may recognize him; he can be found in this blog here and here, yet. Sometimes I meet Elvis in the streets, and we talk for a while. Since this winter turned out to be a cold one I was wondering how Elvis is. Today I finally met him.
"I'm very fine. I have a little shed, where I can sleep at the moment." When it became very cold outside Elvis left his sleeping-place under the bridge: "Then I slept in a kind of garage." A friendly man, who offers Elvis a coffee from time to time, one day showd him the shed: "Well, so...? I asked him. 'Here you can sleep from now on' he said."
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Waschtag


Wäscheleinen mit wehenden Laken, im Winde flatternden Blusen und wippenden Unterhosen, (wobei letztere oftmals wahlweise Rührung oder Belustigung hervorufen, und einen diskret zur Seite blicken lassen), sind selten zu finden im Straßenbild deutscher Städte. Auf dem Land, in Dörfern, in Vororten, da erfährt die gute alte Wäscheleine noch, was es bedeutet am bundesdeutschen Alltag teilnehmen zu dürfen, wenngleich haupt­sächlich am sommerlichen.
Dabei kann man auch bei eisigen Tem­peraturen die Wäsche im Freien trocknen: nach der Froststarre taut die Wäsche wieder auf. Das Zauberwort heißt Subli­mation, trefflich erklärt an dieser Stelle.
Clothing lines with sheets blowing and blouses flapping in the wind, wafting underpants (which arouse either amusement or affection, and make us avert our gaze discretely ), those lines are rarely to find in german cities. Maybe at the countryside, in small villages or in some suburbs the clothing lines are supposed to participate at german all-day-routines, even though mostly the summerly all-day-routines.
Although it's possible to air dry clothes outside at freezy winter days also. After the clothes are frozen they unfreeze again, and then their dry. This is caused by sublimation.



Öffentlich sichtbare Leinen mit trocknen­der Wäsche finden sich hauptsächlich "in armen südlichen Ländern", und sie gelten als "Fahnen der Armut", so schreibt die NZZ, und verschweigt auch nicht das daran haftende Stigma: Asozial.
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Clothing lines in public spaces, full of airdrying clothing pieces exist only in poor southern countries, they are classified as flags of poverty, and the stigma asocial is coming along with it.
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Dienstag, 7. Februar 2012

Allein ist's nix





Ich hab ja schon so manches Radrennen hinter mir, seitdem ich fremde Menschen auf der Straße fotografiere. Bei Florian kommen aber sowohl ich selbst als auch mein grünes Hollandrad an eine natürliche Belastungsgrenze. Florian ist einer der Musiker und aber auch Mit-Gründer von Pelemele: "Wir machen Rockmusik für Kinder." Florian spielt Keyboard und singt und dass er immer sehr schnell Fahrrad fährt steht hier sogar öffentlich geschrie­ben. Pelemele gibt es seit 11 Jahren und bedeutet soviel wie drunter und drüber, das lerne ich als ich die Begründung der Jury lese, die bereits 2 mal den Leopold­preis an Pelemele verliehen hat, mit dem das Prädikat "Gute Musik für Kinder" einhergeht. "Uns geht es darum Kindern Musik abseits von  pädagogischer Erziehung nahezubringen, und auch abseits von der üblichen Kling-Klang Kindermusik." Anfangs dachten sie, dass sie mit ihrer Musik Kinder im Grundschulalter ansprechen, aber sie haben auch deutlich jüngere Fans: "Die sind dann 2 oder drei Jahre alt. Aber die Eltern mögen's auch, das ist ja wichtig. Wenn so eine CD dann 20 oder 30 mal zuhause läuft..."

Wer Pelemele live erleben möchte muss sich noch bis März in Geduld üben: "Im Moment machen wir Winterpause, aber auf unserer Seite wird alles genau beschrie­ben." Hörproben gibts dort übrigens auch.

Meine Frage was ihm wichtig ist im Leben beantwortet Florian nach blitzschnellem Überlegen so: "Mit anderen Menschen zusammen sein, mit netten, freundlichen Menschen... Selbst ein netter freundlicher Mensch sein. Ja, mit anderen zusammen sein...Allein ist's nix."
I've survived yet one or two bicycle-races since I started taking photos of people on the streets. But trying to catch up with Florian lets me and my green bike reach an ouside limit, as I have to admit. Florian is one of the musicians and Co-founder of Pelemele: "We're making Rock-Music for Kids." Florian plays keyboard and sings backgroundvocals, and in his introduction at the bands page it is even pointed out, that he's always riding his bike very fast. Pelemele was founded 11 years ago and it means something like higgledy-piggledy, as I get to know by reading the statement of the jury, which has awarded the Leopold­Price twice to Pelemele. The attribute "Good Music for kids" is coming along with this price. "We want to make music accessable for kids apart from being educational or apart from the well known typical music for kids." When they started they thought they'd play for kids in primary school age, but also kids at the age of 2 or 3 like their music: "But parents like it as well, that's of importance, if the CD is running for 20 or 30 times, and that's the way it goes..."


If you want to hear their music you'll have to wait till march: "We're making a winter-break at the moment, but our site tells all the details." And you'll find some soundclips there, as well.

Florian replys my  question what he considers important in life after a fast moment of consideration: "Being together with other people. With nice and friendly people. Being a nice and friendly person yourself. Yeah, spending time with others, living alone is pointless."

Freitag, 3. Februar 2012

Einer für alle, alle für einen





Es gibt in Köln nur noch zwei Schorn­steinfeger, die Zylinder tragen und Olli ist einer davon. Er hält damit an einer Tra­dition fest, die für ihn von Bedeutung ist, ganz einfach weil er Traditionen wichtig findet. Seine Freundin, die mit Kind und einem Windelpaket, das er eben noch getragen hat,  beim fotografieren zusieht, sagt: "Das ist eben Olli, wäre er Bäcker, würde er auch die Tradition aufrecht erhalten." Bäcker wollte Olli aber nicht werden, und Schornsteinfeger eigentlich auch nicht: "Ich wollte KFZ-Mechaniker werden, aber das hat nicht geklappt. Mein Onkel, der hat 'nen Kiosk in Nippes, und da hat oben drüber ein Schornsteinfeger­geselle gewohnt." So kam es, dass Olli erst mal ein Praktikum gemacht hat: "Ja, und dann hat mir das irgendwie ziemlich gut gefallen da." Olli ist 24 Jahre alt, seit 5 Jahren trägt er die Kluft der Kaminkehrer. Ich frage ihn ob er oft angesprochen wird, weil es ja angeblich Glück bringt einen Schornsteinfeger zu treffen: "Jaa, das passiert irre oft. Die Leute wollen angefasst werden, oder selbst anfassen, alles mögliche."
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In Cologne only two chimney sweepers are still wearing the silk hat, and Olli is one of them. He keeps to this old tradition, because traditions are of importance to him. His girlfriend, standing beside us with a child and a package of diapers, which he was carrying before, says: "That's Olli. If he was a baker he would keep up the traditions as well." But Olli didn't want to become a baker, he didn't even plan to become a chimney sweep: "I wanted to become a motocar mechanic, but it didn't work. My uncle is running a kiosk in Nippes, and a chimney sweep was living at the appartement above it." So Olli took his chance to absolve a traineeship: "And after a short while I thought, this would fit for me." Olli is 24 years old, he wears the dress of the chimney sweepers since five years. I ask him, if many people approach him for the reason that meeting a chimney sweep is supposed to bring good luck: "Oh yes, that happens very, very often. They want to touch me, or they ask me that I touch them, all kind of stuff."
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Mittwoch, 1. Februar 2012

Keine Angst?





Vor wenigen Tagen hat bosch eine Frage gepostet: "Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?" Diese Frage schiebe ich seitdem in meinem Kopf hin und her, und heute kam mir die Idee, sie auch anderen zu stellen. Gabi ist auf dem Weg zur Arbeit als ich sie anspreche; für das Kölner Mode-Label Wondrous arbeitet sie als "Verkäuferin, und, ach als Mädchen für alles." Ganz spontan beantwortet Gabi die Frage so: "Beschützerin von Witwen und Waisen." Sie lacht und überlegt: "Also, wenn ich keine Angst hätte, dann würde ich wohl extreme Tierschützerin werden; was Greenpeace da mit den Walfängern macht, das find ich richtig gut. Oder ich würde mich stark machen für sozial benachteiligte Menschen, Arme, Asylan­ten..." Dass Angst einen abhalten kann auf hoher See gegen Walfangschiffe anzutreten kann ich nachvollziehen. Worin aber die Angst begründet liegt Menschen zu helfen, frage ich Gabi. Sie unterscheidet zwischen verschiedenen Arten und Wurzeln von Angst: "Es gibt ja viele Gründe für Angst: elementare Angst, Angst vor Menschen, Angst vor Verlust...  Angst hat ja auch was gutes, sie ist eine Warnung und sagt einem hier muss man Aufmerksamkeit hingeben."
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A few days ago bosch posted a question: what would you do if you were not afraid of anything? This is an interesting question I think, and so I ponder since I've read it. Today I thought it would be nice to ask other persons as well. Gabi is heading to the shop she's working at, for the cologne based fashion label Wondrous she works: "...as avendor, and well, as a maid-of-all-works." Her unscripted answer on this question is: "Protector of widows and or­phans..." (sorry, bad translation of a well­known saying in german). She laughs and ponders: "Well, if I were not afraid, I guess I'd be a radical animal rights activist. I really appreciate how Greenpeace fights against whale catchers. Or I would  support socially disadvantaged people, poor people, asyum seekers..." I understand that fear can keep someone from fighting against whaling ships in the middle of the ocean. But why could someone be afraid of helpingpeople, I ask Gabi. She differ­entiates between diverse forms of fear: "There are many reasons for fear: ele­mentary fear, fear of other people, fear of loss... Fear even is a good thing in a way, it's a warning, it tells you to pay attention to something."
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