Dienstag, 4. Juni 2013

Fatalistisch optimistisch


Das sind die Füße von Mehmet und Fatih aus Istanbul. Ihre Gesichter möchten sie nicht zeigen und auch ihren vollständigen Namen nicht nennen, denn sie haben Angst vor Konsequenzen. Eigentlich haben sie Angst vor Tayyip Erdogan, ihrem Staats­oberhaupt. Fatih (rechts) formuliert das sehr deutlich: Erdogan habe gesagt, er werde seine Gegner finden, z.B. bei Facebook, und sie würden bekommen, was sie verdient hätten.
Mehmet und Fatih sind weder kriminell noch haben sie ein Unrecht be­gangen. Sie machen auch nicht den Eindruck, als wären sie besonders ängstlich oder was der Volksmund duck­mäu­serisch nennt. Dass sie unerkannt blei­ben wollen, ist wohl eher eine besonnene Entschei­dung; sie wägen die realen Macht­verhältnisse und die eigenen Möglichkeiten ab.
These are the feet of Mehmet and Fatih from Istanbul. They don't want their faces to be shown and they don't want to tell their full names, either. They're afraid of the consequences. Actually they're afraid of Tayyip Erdogan, their head of state. Fatih (right) explains it clearly; Erdogan announced, that he will find his resisters, on Facebook for example, and that they'll get, what they deserve.
Mehmet and Fatih are no criminals and they don't seem to be yes-persons or  the anxious type, neither. That they prefer to stay anonymous seems to be a level-headed decision; they balance the actual power relations and their own possibilites.



Vor zwei Tagen war Fatih noch Teil der protestierenden Menge am Taksim-Platz. Mehmet (links) war da schon in Köln und hat an einer Kundgebung gegen Erdogan am Dom teilgenommen. „Was in der Türkei momentan passiert ist polizeilicher Terror gegen die Bevölkerung,“ sagt Mehmet. Er sei eigentlich kein sehr politischer Mensch, aber als er  erfahren habe, dass die Polizei  friedliche Demonstranten im Gezi-Park derart brutal angegriffen hat, da habe er sich gefragt: „Was ist da los? Das geht zu weit.“
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Just two days ago Fatih was part of the demonstrators at Taksim-Square. Mehmet (left) has been in Cologne, yet, and he joined a rally against Erdogan beside the Cologne Cathedral. „What's going on in Turkey at the moment is police terrorism agains the people,“ Mehmet says. He wouldn't call himself politically, but when he heard that the police was attacking orderly demonstrators at Gezi-Park, he asked himself: „What is going on? That's going too far!“

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Fatih erzählt von Tränengaspatronen, die aus nächster Nähe auf Demonstranten ge­schossen wurden. Er erzählt, dass die Demonstranten aus einem Querschnitt der Bevölkerung bestehen; Arme, Reiche, Stu­denten, Ingenieure. Und er erzählt, dass die türkische Presse schweigt. Er habe im Fernsehen, im Internet und in der Zeitung vergeblich nach Berichterstattung gesucht: „Das Thema wird totgeschwiegen. Ich habe ein Foto gesehen mit zwei Fernsehern; im einen lief CNN international, da konnte man die Proteste sehen. Im anderen lief CNN Türkei; dort wurde eine Sendung über Pinguine gezeigt.“
Fatih tells of tear gas grenades, which were thrown against the demonstrators  from no distance. He tells, that the demonstrators are from all parts of society; rich, poor, students, engineers. And he tells of the turkish press, which is mute about what's going on. He tried to find news reports on television, at the internet or at the papers: „It's a topic which is kept dead quiet. I've seen a photo which showed two tv-screens; on one was CNN international to be seen. They showed the protests. The other one was CNN Turkey; they showed something about penguines.“



Mehmet und Fatih beobachten mit Sorge, was in ihrem Land geschieht. Jeder auf seine Weise. Mehmet sagt, die Türken lieben es zu kämpfen, er selber liebe es zu kämpfen. Am besten könne man das beim Fussball sehen: „Eine Mannschaft wie die Bayern gibt es nicht in der Türkei. Da gewinnt man und verliert man, aber es geht immer weiter.“ Mehmet sagt, dass er sein Land liebt und dass die Türkei auf eine wichtige Geschichte zurückblicken könne. Er glaubt an Atatürk, und dass nichts schlimmes passieren wird und er spricht wieder vom Kämpfen. Seine Augen lassen keinen Zweifel, dass er meint was er sagt, und ich frage ihn, ob er sozusagen fatalistisch optimistisch sei. „Ja, “sagt Mehmet, „so kann man das sagen“
Mehmet and Fatih are watching worriedly what is going on in their country. Each one of them in his personal way. Mehmet says, the turkish people love to fight, he himself loves to fight. This could be easily noticed when it comes to football: „There's no team like the Bayern in Turkey. Once they win, or once they loose, but life always goes on.“ Mehmet says, he loves his country, and that Turkey can look back on an important history. He believes in Atatürk and he believes that nothing bad will ever happen and then he talks about fighting again. His eyes wouldn't leave doubts that he means what he's talking about. I ask him if he's so to say fatalistically optimistic? „Yes,“ Mehmet says, „you can put it like that.“



Inmitten der Demonstranten hat Fatih sich hoffnungsvoll und hoffnungslos zugleich ge­fühlt. Er ist besorgt um die Demokratie und  befürchtet eine schrittweise Entwick­lung zur Diktatur. Heute dies, morgen das, langsam werde die Demokratie ausgehöhlt. Das Land sei gespalten in Gegner und Be­fürworter Erdogans: „Aber die Medien geben nur die eine Seite wieder.“ Sie würden nicht über einen politischen Ge­gner berichten oder ihn gar unterstützen. „Deswegen wird auch kein anderer an die Macht kommen. Erdogan wird bleiben.“ Das glaubt auch Mehmet.
Among the demonstrators Fatih felt both hopeful and hopeless at the same time. He's anxious about the state of democracy and he fears a step-by-step development to a dictatorship. First this, then that, and slowly, slowly the democracy is undermined. The country is devided in two parts; the opponents and the proponents of Erdogan: „But the media will always tell only one part of the story.“ They wouldn't write about a political opponent, or even support him. „That's why no one else will come to power. Erdogan will stay.“ Mehmet thinks so, too.



Fatih, der ja erst einen Tag in Deutschland ist, möchte wissen, ob hier die Medien über die Geschehnisse in der Türkei be­richten und was die Menschen darüber denken. Ich sage, dass es viel Solidarität mit den Demonstranten gibt und auch eine umfangreiche Berichterstattung.
Für Mehmet und Fatih ist das von sehr großer Bedeutung. Bei der Kundgebung auf dem Roncalliplatz am Sonntag, wo ich selbst auch war, waren überwiegend tür­kisch­stämmige Menschen. Aber es waren auch ein paar andere da. Mehmet hat sie foto­grafiert; er holt sein Handy hervor und zeigt mir darauf seine Fotos: eine Deutsch­landfahne inmitten der türkischen Mond­sterne und eine Frau, deren Nationalität schwer einzuschätzen ist. Sie hält ein Schild hoch, um ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen: „Jedenfalls keine Türkin!“ betont Mehmet.
Fatih, who arrived in Germany just one day ago, want's to know, whether the german media is reporting about the situation in Turkey and what people think about it. I tell him that there is a lot of solidarity with the demonstrators and that there is also a lot of coverage and reporting. This is of great importance for Mehmet and Fatih. At the rally on sunday in Cologne, where I have been, there were mainly people of turkish origin. But there have been a few others, as well. Mehmet took pictures of them: he get's out his mobile to show me the photos he made: a german national flag inbetween all the red moon-stars and a woman, whose nationality is hard to guess. She's holding up a shield to express her encouragement. „Actually she's not turkish!“ Mehmet points out.

Kommentare:

  1. Es ist einfach schlimm, was sich in der Türkei entwickelt. Und was aus einer kleinen Demostration gegen den Bau eines Einkaufszentrums wurde ist erstaunlich. Schrecklich, dass alles dort so totgeschwiegen wird. Und eigentlich schlimm, dass im Ausland dann protestiert werden muss und es im eigenen Land schwerlich möglich ist!!
    Und die Zurückhaltung erkannt zu werden ist schon verständlich, weiss man doch nicht was einen sonst erwartet.
    Danke, dass wir in einer Demokratie leben dürfen. Dieses Privileg wissen wir Verwöhnten oft nicht zu schätzen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  2. Wow, ein interessanter Blickwinkel auf die Ereignisse, finde ich wirklich gut. Irgendwie finde ich es so krass was da passiert, man kann sich das gar nicht richtig vorstellen. Mir würde das richtig Angst machen, wenn die deutsche Regierung so handeln würde. Sehr traurig...

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  3. Schön, dass du deine "Verbindungen" nutzt, um auch zu informieren, wie es "im Innern" des Protests aussieht....
    LG
    Astrid

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    1. oh, ich habe die beiden angesprochen, weil sie türkisch sprachen; ich kannte sie vorher nicht. Mit meinen "Verbindungen" die ich in Istanbul habe habe ich eher privaten Kontakt momentan.

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  4. danke für diese insicht. sie deckt sich sehr mit der von freunden, die ebenfalls erst gestern zurückgekehrt sind, vom taksim platz. in momenten wie diesen bin ich sehr froh über die möglichkeiten des internets und gleichzeitig traurig, über das was es mir zeigt...

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  5. Smilla, irgendwie wusste ich, dass du das Thema aufgreifen würdest. Und du hast das auch in der dir eigenen, sehr speziellen Weise getan. Sehr subtil, überhaupt nicht plakativ, aber dafür umso eindringlicher.
    Ich verfolge die Vorgänge gespannt. Ich hoffe, dass die Menschen in der Türkei die Erfahrung, wie stark ein Volk sein kann, wenn es zusammenhält, nicht vergessen und sich alles zum Guten wendet.
    Danke dir für deinen Beitrag!
    Ulli

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  6. Eigenartig, wie beschuhte Füsse und Hosenbeine "reden" können - es kommt mir vor, als erzählten sie selber, was Du schreibst...
    lebendig fotografiert und gleichzeitig die beunruhigenden Zustände gut wiedergegeben, finde ich.
    LG
    Jan S. Kern

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  7. Ich habe ihr Blog abonniert und lese sie mit großer Freude. Ich stimme nicht überein mit diesen Protesten. Sie sind keineswegs stellvertretend für die Mehrheit der Türken. Diese Proteste sind der Versuch aller Kemalisten und Linken ihre verlorene Macht wiederzu erlangen. Die Proteste werden getragen von einer Schicht die auf den einfachen Türken herabschaut und sich als "weissen Türken" und alle anderen als "schwarze Türken" bezeichnet. Seit Mustafa Kemal hatten sie die Justiz, Armee, Wirtschaft und Medien unter Kontrolle und konnten so putschen und tun und lassen was sie wollten. Das es ihnen weh tut das nun auch die friedlichen "schwarzen" Türken ihren Teil vom Kuchen bekommen, das ist ihr Problem. Leider haben sie es geschafft sich als Protestierende für Freiheit darzustellen, als ob sie unfrei wären bisher. Das diese zwei nun irgendwie einer guten Sache wegen nach Türkei flogen wird hier sehr tendenziös als Gut dargestellt. Letztes Jahr als sie in der Türkei waren besuchten sie doch diesen einen alten Herren der dort ich glaube "Rosenkränze" verkaufte. Er und solche Leute sind es die die AKP wählen. Die einfachen guten Menschen. Die "schwarzen" Türken ...

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  8. @ Turan Kaya:Erst einmal möchte ich erklären, dass die beiden Männer, um die es im Post geht, in Istanbul leben. Sie befinden sich momentan in Deutschland, weil ihre Arbeit das erfordert.
    Sie sind also nicht nach Istanbul geflogen, sondern Fatih hat sich zur Zeit der Proteste noch dort befunden.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie groß der Anteil derer ist, die die Proteste befürworten oder ablehnen. Darum geht es meiner Ansicht nach aber auch nicht primär: Unrecht bleibt Unrecht, egal, wie die Mehrheit das sieht.
    In meinen Augen ist es Unrecht, wenn mit unverhältnismäßiger Härte gegen Menschen vorgegangen wird, deren Meinung nicht mit der Meinung der Machthaber konform ist.
    Und es ist in meinen Augen ebenfalls Unrecht, wenn ein Platz wie Taksim, der Menschen aller sozialen Schichten verbindet, auf eine Weise umgewandelt werden soll, die den armen bzw. ärmeren Teil der Bevölkerung ausgrenzen wird.

    Ich will gar nicht anzweifeln, dass die jeweiligen politischen Strömungen diese Proteste im Sinne ihrer generellen Ziele nutzen. Dennoch: die Protestierenden treten u.a. für ihr Recht ein, ihre Meinung frei äußern zu können und einen Platz im Staat zu haben, der sich nicht an der Stadtgrenze oder im Nirgendwo befindet.


    Was ich am Sonntag erlebt habe bei der Kundgebung in Köln, war eine Solidarität zwischen einzelnen Gruppierungen, die zu anderen Gelegenheiten nicht gemeinsam auf die Straße gehen. Der Gegner Erdogan hat sie vereint.

    Der alte Herr; Kemal, den ich letztes Jahr in Istanbul nach 2 Jahren wiedergetroffen habe, war Antiquitätenhändler und nicht Rosenkranzverkäufer. Seine politische Gesinnung kenne ich nicht; ich nehme aber an, dass sie er eher konservativ ist. Was Kemal zu den Protesten und den gewaltsamen Reaktionen seitens Erdogan und der Polizei denkt, würde mich sehr interessieren.
    Immerhin lebt er in Cucurcuma, das ist nicht weit von Taksim. Wenn Erdogans Politik greift, die meiner Beobachtung nach unter anderem das Ziel verfolgt, arme Bevölkerungsteile aus der Innenstadt zu vertreiben, in dem z.B. drastische Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen und ganze Stadtteile entvölkert werden, (zb Tarlabasi) dann wird auch er davon betroffen sein. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass Kemal das begrüßt. Cucurcuma ist das Bindeglied zwischen Cihangir und Beyoglu. Anwohner verfolgen schon jetzt mit Sorge die Entmietungen.

    Für mich ist bei meinen Blogportraits entscheidend, dass mir wache Augen und ein offenes Herz begegnen. Das mag romantisch oder naiv klingen, entspricht aber meiner Wahrheit. Ich muss weder Lebenskonzepten noch religiösen oder politischen Ansichten zustimmen, um jemanden im Blog zu portraitieren. Mir geht es um Respekt.
    Als ich bei Kemal war, hat er mir etwas geschenkt: einen kleinen goldenen Kettenanhänger. Darauf abgebildet ist Maria. Ich bin nicht religiös, aber natürlich hat Kemal angenommen, dass ich Christin bin. Sein Geschenk empfinde ich als Zeichen von Respekt. Wenige Minuten später hat er die Wohnung verlassen, weil der Muezzin schon lange zum Gebet gerufen hatte.





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  9. Teil 2: weil Blogspot meinen Kommentar nicht in einem veröffentliche will, geht es hier weiter:

    Ich bin kein sehr politischer Mensch; ich würde mich eher als gesellschaftliche Anwenderin bezeichnen. Bei einer Diskussion um Fakten, Philosophien, thoretischen und leider auch historischen Überbauten muss ich leider recht bald passen. Dennoch erlaube ich mir eine Meinung zu haben; bzw. eine Haltung.
    Ich persönlich solidarisiere mich mit den demonstrierenden Menschen in der Türkei, die für ihre Rechte eintreten.

    Im obigen Post habe ich Fatih und Mehmet zu Wort kommen lassen.

    Mein Eindruck ist im Übrigen, dass auch die beiden "einfach und gut" sind. Die Einteilung in weiße und schwarze Türken impliziert die Geringschätzung der jeweils anderen Gruppe. Sicher sind Fatih und Mehmet westlicher und moderner als z.B. Kemal. Dass dieser Umstand ihrerseits Geringschätzung beinhaltet, die Respekt ausschließt, bezweifele ich sehr. Auch im umgekehrten Fall.

    Mir widerstrebt eine Welt, in der kein Platz ist für Menschen, die anders denken als die Mehrheit, die Machthaber, die Traditionalisten, auch als die Revolutionäre, die Reichen ...




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  10. Wie schön ist es doch so einen tollen Beitrag zu lesen. Ich selbst bin türkischer Abstammung doch gebürtige Deutsch-Türkin und sehe mir alles in den letzten Tagen im Fernsehen an.
    Versuche türkische Beiträge von Bloggern in der Türkei ins deutsche zu übersetzen, nur damit die Menschen hier einfach mal mit bekommen, wie traurig sich doch alles in der Türkei abspielt. Vielen lieben Dank.

    Die Menschen auf den Straßen der Türkei möchten einfach nur sich frei äußern können und ein Recht auf Demonstration haben. Dass die jetztige türkische Regierung gegen friedliche Demonstrationen ist, hat man ja da durch gesehen, dass sie die friedlichen Demonstranten, die im Park saßen und Bücher lasen mit Tränengas attackiert haben.

    Liebe Grüße

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  11. danke für diesen beitrag ... und danke für den gesitteten diskurs in den kommentaren. soetwas gibt mut...

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  12. Stets im Herzen und im Geist offen und wach bleiben, dass wünsche ich allen Menschen, überall.

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  13. Obwohl hier friedlich stehende, beschuhte Füße "sprechen" (mein Empfinden deckt sich sehr mit dem von Jan S. Kern und Ulli), muss ich an den arabischen Brauch denken, als Zeichen des Missfallens (einen) Schuh(e) in Richtung des Menschen zu werfen, der dem Werfenden missfällt...

    Möge irgend etwas geschehen, was dem Ganzen doch noch wider Erwarten eine menschenfreundlichere Richtung gibt!

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  14. Anna, du verblüffst mich immer wieder; an den Brauch mit den Schuhen habe ich gar nicht gedacht. Keine Ahnung wie die beiden das sehen würden, aber mir erscheint es ganz passend.

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  15. Smilla, mit deiner Antwort sprichst du mir aus der Seele.
    Die Welt ist nicht schwarz-weiß und auch wenn manche Leute das gern hätten, weil das erstmal einfacher wird, wenn man klare Feindbilder hat, ist es gefährlich so zu denken.
    Herr Erdogan ist demokratisch gewählt, ob er auch Demokrat ist, kann er dadurch zeigen, wie er es mit Minderheiten hält. Mir scheint, dass Herr E. jegliches Maß verloren hat.
    Ich habe gelesen, dass einer der größten Bauunternehmer Istanbuls ein Schwiegersohn von Herrn E. ist, dieser sollte auch mit dem Kasernennachbau im Gezi-Park beauftragt werden. Keine Ahnung, ob es stimmt. Aber es passt ins Bild, Taschen vollmachen, Abräumen das ist auch in der Türkei, wie überall auf der Welt die Devise!!
    Ulli

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