Freitag, 31. Mai 2013

Amewushika


Als die Politik noch in Bonn gemacht wur­de, war Shika als Übersetzerin tätig. Für verschiedene Botschaften hat sie Texte vom deutschen ins englische und umge­kehrt übersetzt. Mit dem Umzug des Bun­destages, der verschiedenen Behörden und auch der Botschaften nach Berlin fand Shika sich vor die Frage gestellt, ob sie ihrer Arbeit hinterherziehen soll. Aber sie wollte nicht.
Shika ist die Kurzform des ghanaischen Vornamens Amewushika und der Name hat eine Bedeutung: „Ein Mensch ist wertvoller als Geld oder Gold,“ sagt Shika. „Oder anders: ein Menschenleben ist kostbar.“
When the political life was still situated in Bonn, Shika used to work as a translator. She has worked for different embassies translating texts from german to english and vice versa. At the time when the german Bundestag, the public authorities and the embassies moved to Berlin Shika found herself faced with the decision, whether she also moves to follow her work or not. She decided not to.
Shika is the short form of Amewushika, a forename from Ghana and it has a deeper meaning: „A human being is more valuable than money or gold,“ Shika explains. „Or in other words: human life is precious.“



Shikas Entscheidung nicht nach Berlin zu gehen ist gewissermaßen also gelebte Namensbedeutung auf privater Ebene. Denn was den Beruf, also den Broterwerb angeht, hat sich mit dem Weggang ihrer Auftraggeber alles geändert. Shika hat eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin ge­macht, aber ihr Ziel ist etwas anderes: sie möchte Kosmetikprodukte für Schwarze herstellen: „In den meisten Produkten, die man  kaufen kann ist einfach viel zu viel Chemie drin.“ Dem will Shika etwas entgegensetzen und so ist sie momentan damit beschäftigt, sich mit den tausend Notwendigkeiten zu befassen, die ihr Vor­haben erforderlich machen.

Als ich Shika mit einem schlichten „Hallo“ vom Fahrrad aus anspreche, überrascht sie mich: „Sind sie die Fotografin? Die mit...wie heißt das noch... Sie haben schon einen Freund von mir fotografiert.“ Das passiert mir wirklich nicht oft, deswegen schreib ich es mal auf.
Shikas decision not to move to Berlin somehow seems to be lived name meaning on a private level. Because concerning her professional life things have changed completely since her clients have left the city. Shika did an aprenticeship as a nutition consultant, but her final goal is another matter: she wants to produce cosmetics for black people: „Most of the offered products contain far too much chemicals.“ Shika wants to set something against this, and currently she's busy with the thousand necessities which occur while she works on her idea.



When I approached Shika with a simple „Hello“, sitting on my bike, she surprised me: „Are you the photographer? With this ... what's the name of it ... You took a picture of a friend of mine, yet.“ This actually doesn't happen very often, so I decided to mention it.

Montag, 27. Mai 2013

”1913 - Tanz auf dem Vulkan“


Christoph, Nadja und Lukas von Broadview TV

Irgendwo im All schwebt in der Raumsonde Voyager eine goldene Schallplatte umher. Darauf verewigt sind Bild- und Ton-Botschaften aus unserer Welt an mögliche andere Welten in den unendlichen Weiten des Universums. Die darauf verewigten Fotos, Geräusche und Musikstücke sind gedacht als ”... eine Probe unserer Klänge, unserer Wissenschaft, unserer Bilder, unserer Musik, unserer Gedanken und unserer Gefühle ...“, wie Jimmy Carter es in seinem, der Platte ebenfalls beigefügten Einleitungstext in Worte fasst.

500 Millionen Jahre Lebensdauer haben Experten in den fliegenden Datenträger hinein­ermöglicht, der sich seit 1977 immer weiter von der Erde entfernt.
Der Komponist Igor Strawinsky hat den Abflug seines wohl skandalträchtigsten Werkes "Le Sacre du Printemps", das der erlesenen Musikauswahl der Platte angehört und auf diese Weise eine äußerst ungewöhnliche Würdigung erfährt, nicht mehr persönlich erleben dürfen; er ist 1971 im Alter von 89 Jahren gestorben.
1913, bei der Uraufführung von Sacre du Printemps in Paris, musste Stravinsky zunächst hinnehmen, dass das Publikum sein von Nijinsky choreographiertes Ballett- und Orchesterstück keineswegs zu schätzen wusste und der Abend gar im Tumult endete.
Die Musik Stravinskys, reich an Dissonanzen und von ungekannter Rhythmik und dazu Nijinskis moderne Choreographie, das war zuviel für das Pariser Publikum.


Tumult bei der Uraufführung von "Le Sacre du Printemps" from Broadview on Vimeo.

Nicht ganz so spektakulär, dafür aber lebensnah an zeitgenössische Zuschauer adressiert, ist die Würdigung von Le Sacre du Printemps durch einen Themenabend auf arte am kommenden Mittwoch, dem 29.05. zum 100jährigen Jahrestag der Uraufführung. In diesem Rahmen läuft um 20:15 die von Broadview TV produzierte Dokumentation ”1913 - Tanz auf dem Vulkan“.  Zu Beginn  des Films, den ich ausdrücklich empfehlen möchte, tanzt in einer großartigen Zeichenanmiation (der ich die Einleitung zu diesem Text entliehen habe) eine Gruppe Außerirdischer zu Stravinskys Musik – offenbar konnte sie der oben erwähnten goldenen Platte habhaft werden.


Fast 50 Personen habe ich im Nachspann des Filmes gezählt; Lukas Hoffmann, Christoph Mathieu und Nadja Lischewski sind drei davon, sie hatten von Anfang an große Lust am Film mitzuarbeiten und in gewisser Weise stehen sie als Redaktionsteam (gemeinsam mit der vierten Redakteurin Lena Werle) unmittelbar im Zentrum des Geschehens: so halten sie alle Fäden in der einen Hand und reichen gleichzeitig aber auch allen an der Produktion beteiligten die andere Hand.

Die besondere Herausforderung bei diesem Film bestand darin, einen Film über ein ganzes Jahr, nämlich das Jahr 1913, zu realisieren: ”Meistens erzählt man über eine Person, oder ein Ereignis. In dem Fall hatte man aber keine Hauptfigur – man hat zwar das 'Sacre du Printemps' Motiv, aber es ist kein Film, der nur darum geht – man hat ein ganzes Jahr, und da kann ein Film unglaublich leicht zerfallen.“ sagt Christoph.
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Mittwoch, 15. Mai 2013

So arbeite ich



Isabella Donnerhall hat damit angefangen, und das Nuf hat nun auch mich geladen; es soll anhand von Fragen die Frage geklärt werden, wie andere so vorgehen beim bloggen. Ein paar der schönsten, bereits gelieferten Antworten finden sich hier bei der Initiatorin.
Hier nun also mein Beitrag:

Sonntag, 12. Mai 2013

Auf den Kopf gestellt


Es mag jetzt überraschend kommen, aber:
Hurra, mein Portfolio ist online! Ich freue mich über zahlreichen Besuch, über Feed­back und  jede Weiterempfehlung.
Ich selbst empfehle an dieser Stelle meinen geduldigen und fabelhaften Webmeister Nielz von 1punkt0.

Ein paar Worte zum persönlichen Hinter­grund nieder­zuschreiben,  das gönne ich mir an diesem für mich sehr besonderen Tag.


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It may occur surprisingly, but:
Woohooo, my portfolio is online. I appre­ciate very much if you all visit my site, I'm glad about feedback and recommendation.
I'd like to recommend my patient and fabulous longterm-webmaster Nielz from 1punkt0.

And I'd like to add some words concerning my personal background, for the reason that this is a very special day for me. Unfortunately I didn't get round to translate it, yet.

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Samstag, 11. Mai 2013

„Was Gutes wird passier`n ...“


„Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst und lebst und lebst und lebst...“ singt Bosse in „So oder So“. Das ist das Lied, das Lisa gerade hört. Aber die Zeilen scheinen sie auch ganz gut zu beschreiben. Lisa hat was atemloses, sie sprudelt von hier nach da, reißt eine Geschichte an, aus der sich direkt die nächste ergibt, die eigentlich erklärend zu erzählen wäre, und auch bei der öffnet sich spürbar ein eigenes Kapitel, das am  Ende mit allem anderen verwoben ist. Und so unterbricht sie sich selbst, lacht mit nach untem gerichteten Blick, sagt: „Ach, lange Geschichte ...“ und kippelt und rollt ihr Longboard mit dem Fuß hin und her.
„When you live and live and live and live and live and live and live" Bosse sings in his song which Lisa was  listening to, before I approached her. But these lines seem to explain her quite good, as well. Lisa seems to be breatheless in a way, she brims and bubbles, she starts to tell a story just to end in the middle of another story, which should be told to explain things, and this story again is a bridge to a new story. And all these storys somehow belong together, of course. Lisa interrupts herself, she laughs, looks downwards and says: „Ah, well ... long story ...“ rolling and wobbling her longboard around with her foot. 


Lisa spielt Gitarre in der Frauenband Electrixouls, sie fährt Longboard, surft, reist gern und arbeitet hin und wieder als Filmkomparsin. Sie isst gern, und sie ist selten zuhause: „Da bin ich ja nie, ich bin immer unterwegs. Wenn ich ins Bett gehe, dann muss ich schon richtig ausgepowert sein.“
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Lisa plays the giutar in the female-band Electrixouls, she's out with her longboard often, she likes to surf, she works as a film-extra from time to time, and she's rarely at home: „I'm never there, I'm always on the run. If I go to bed I need to be really maxed out.“

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Mittwoch, 1. Mai 2013

Birken, allerorten


Es wohnen offenbar  allerhand Angebetete in meiner Nachbarschhaft, um deren Herz geworben und denen Gunst bewiesen wird. Bunt flattern allerorten die Bänder im Wind. Mal sind es viele, mal nur sehr we­nige oder mal weht gar nur ein einzelnes Band verloren am dürstenden Grünstengel.
Egal, mir macht sie Freude, die krepp­bandgewordene Sehnsucht, die mutig demonstrierte Bereitschaft, sein Herz zu verschenken, die heimliche, nächtliche Geschäftigkeit der liebeskranken Birken­träger.
Obviously there are quite some much courted women living in my neighbour­hood, whose hearts are the aim of men, who are wishing to win their favour. All over the place colourful ribbons are waving in the wind. Sometimes more, sometimes less, sometimes it's just a single ribbon which decorates a thirsty branch.
Anyway; I appreciate all this very much: the crepe-tape-expressed longing, the de­monstrated will to shed love, the secret bustling activities of the lovesick birch­men during the night.



Etwas ernüchtert bin ich zugegebener­weise, seit ich eben, unmittelbar nach meiner Liebesmaienfototour gelesen habe, dass man fix und fertig präparierte Mai­bäume kaufen, liefern und anbringen lassen kann.
Weil ich gestern aber hie und da junge Männer mit noch leeren Birken über der Schulter durch die Straßen habe ziehen sehen, glaube ich mal, was ich glauben möchte: alles selbst geschmückt.
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Although; I have to admit that I'm a bit disillusioned since I've red, immediately after coming home from my may tree photo-stroll, that there are fully decorated may trees sold, which even get delivered and fixed.
Though; yesterday I've seen some young men carrying empty birch branches on their shoulders, and so I decided to stick with my wishful thinking: all those bran­ches must be completely self-decorated.
More birches? This way, please...