Dienstag, 22. Oktober 2013

Sechsundsechzig Jahre Übung


Jacqueline dürfte eine der meistfoto­grafierten Frauen von Brügge sein. Jeden Tag, ab ca. 14 Uhr baut sie Stuhl und Klöppeltisch im Türrahmen ihres Hauses auf. Das befindet sich im Kern der Altstadt und liegt somit genau auf der Route der unzähligen Touristen, die sich schlendernd durchs Backsteinhäusermeer bewegen.
Natürlich bleibe auch ich stehen und gucke Jaqueline beim Klöppeln zu; Handwerk fasziniert mich meistens, und in diesem Fall werden obendrein Erinnerungen an meine Großmutter wach, die nur selten mal keine Näh-Strick- oder Stecknadeln in ihren flinken Fingern hatte (letztere auch gerne mal im Mund).
Jacqueline probably is one of the most-photographed women of Bruges. Every day, around 2 pm, she puts a chair and a table with her lace pillow at the door of her house. Jacqueline lives in the heart of the old town and so her house is located at the route of all the many tourists, which are strolling through the sea of brick-houses.
Like many others I also stand still for a while and watch Jacqueline knipling; handicraft usually fascinates me, and in this case memories are brought back to me: of my grandmother, who rarely had no knitting- or sewing-needles or pins in her skilful fingers (the latter she often used to hold with her mouth, as well). 



Jacqueline ist sechsundsiebzig Jahre alt, mit zehn hat sie begonnen zu klöppeln. Das sind sechsundsechzig Jahre Übung, die sich in nicht nachvollziehbaren Wurf- und Knot­bewegungen zeigen, die Jacqueline in be­eindruckendem Tempo und ohne Unterlass mit den Bobinen vollführt.
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Jacqueline is 76 years old, at the age of 10 she started to learn lace-making. That are 66 years of practise, which become apparent when Jacqueline extremely fast and unceasingly throws the bobbins around.


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Sonntag, 20. Oktober 2013

Baumarkt und Bibliothekskarte


„Ich reise nicht so gern, aber ich wollte gerne mal woanders leben für eine Weile“ sagt Eva. Und so hat für ein paar Monate ihre Heimat in der Schweiz verlassen, um den Sommer in Köln zu verbringen. Sie hat sich ein Zimmer gesucht und sich ein we­nig Halt geschaffen in der Fremde: „Ich fühl mich wohl wenn ich einen Raum habe, wo ich Zettel mit Ideen und Notizen aufhängen kann, weiß wo der Baumarkt ist und eine Bibliothekskarte besitze.“
„I don't really like to travel, but I had the wish to live abroad for a while“ Eva says. So she has left her home in Switzerland to live in Cologne during summertime. She rented herself a room to create her private basis: „I feel comfortable when I have a room, where I can pin notes and ideas on the wall, when I know where the DIY market is located and when I own a library pass.“



In der Schweiz hat Eva als Kleinkind­erzieherin gearbeitet und sich gleichzeitig ihren eigenen großen und kleinen Kunst­projekten gewidmet. „Irgendwann war ich aber durch meine Arbeit so ausgeschöpft, dass ich gar nicht mehr schöpferisch sein konnte.“ Sie hat ihre Stelle als Erzieherin aufge­geben und ihren Fokus verlagert: auf ihren ganz eigenen Blick in die Welt, auf Dinge und auf sich selbst, dem sie mit ihrer Kunst ein Gesicht gibt.
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In Switzerland Eva used to work as a child care worker, while she applied herself on her small and big art projects at the same time: „Someday I felt so outworn that I couldn't be creative anymore.“ She has quit her job as a child care worker and shifted her focus: on her individual eye for the world, for things and for herself, which she now  translates into her individual art.


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Freitag, 18. Oktober 2013

20 Dinge über mich



Ein Stöckchen kursiert; ich habe es vor lauter Arbeit erst spät bei der Kaltmamsell entdeckt, deren ehrliche Liste mich beeindruckt hat. Ich mach jetzt einfach auch mal mit, weil ich nämlich gerne mitmache (siehe Punkt 5).
Achtung, es wird persönlich. Meine Liste ist eher Ichig als amüsant angelegt, um mal Herrn Schwenzels Formulierung zu verwenden.
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Donnerstag, 17. Oktober 2013

receive, give, let go


Durch den Hafen von Oostende schippert eine kleine Fähre, die den lieben langen Tag Menschen und Fahrräder von einem Kai zum anderen bringt. Die Überfahrt dauert zehn viel zu kurze Minuten, die gleich noch mal so schnell dahin zu rasen scheinen, wenn man sie, wie ich,  mit Marita ver­bringt.
Marita ist Künstlerin und zusammen mit Ihrem Mann Jaques für ein paar Tage ans Meer gefahren.
There is a small ferry boat, which keeps cruising through the harbour of Oostende during the whole day to bring passengers and bikes over from one pier to the other. The ride takes ten short minutes, which pass by even faster when you spend them with Marita, like I did. Marita is an artist, spending some days at the sea with her husband Jaques.



Derzeit bereitet Marita eine von ihr initi­ierte Gruppen-Ausstellung vor, die im Okto­ber 2014 in Gent zu sehen sein wird und die eine besondere Herausforderung an die teilnehmenden Künstler bereithält. Der Titel der Ausstellung lautet „receive, give, let go“ und damit ist bereits die Grundidee des Konzeptes beschrieben: jeder Künstler reicht ein eigenes, fertiges Werk an einen anderen Künstler der Gruppe weiter, der – salopp formuliert – damit machen darf was er möchte.
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Currently Marita is preparing an exhibition, which will take place in Ghent in october 2014. The exhibition with the title „receive, give, let go“ probaly bears a challenge for the participants: each artist gives an individual art piece to another artist, who can do whatever he wants with it during his own individual process of work.



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