Freitag, 10. April 2015

Ein Tag am Aprilnebelmeer



Das große Warten auf den Frühling hat schon lang begonnen – ich weiß. Und wie es aussieht, ist er ja nun da. Jeder Sonnenstrahl wird willkommen geheißen, genutzt und gefeiert. Die Schlange an der Eisdiele um die Ecke ist verlässlich lang, in den Hinterhof-Gärten werden die Tische zum Abendessen gedeckt. Der frühlingsblaue Himmel bekommt ein paar frische Farben zur Gesellschaft und zeigt sich vertraut mit ihnen Hand in Hand: grüne Wiesen und erblühender Ginster, Kirschblüten und Osterglocken - eine muntere Gang erfüllt ein ersehntes Versprechen und formiert sich als Vorbote des Sommers.
Aber besonders am Meer und gerade im April kann sich das Wetter rasch ändern - kaum sieht man den Nebel am Horizont aufziehen, steht man auch schon mittendrin. Ein bisschen ist das, als kämen die Wolken spontan zu Besuch.

Der Nebel dämpft die Farben, aber er stiehlt sie nicht. Er nimmt die Sicht und macht die Welt ein bisschen leiser. Und auch ein bisschen kleiner. Ich mag das. Immer. Auch im Frühling.

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