Montag, 11. Mai 2015

Yemek – das ist Türkisch und heißt Essen


Isabel Lezmi  und Lisa Rienermann

Das sind die schönsten Überraschungen: Geschenke, mit denen man nicht rechnet. Liisa von Charming Quark hat mir vor ein paar Wochen ein Istanbul-Kochbuch geschickt - einfach so! Nett, nicht wahr?
Yemek heißt das Buch und es ist toll. Isabel Lezmi und Lisa Rienermann haben sich das Buch zusammen ausgedacht und es miteinander umgesetzt. Neulich habe ich die beiden in Köln getroffen.

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Ein Buch wie ein Ferientag am Bosporus - so steht es hinten auf dem Buch geschrieben. Mit dieser Begrüßung laden die Autorinnen zu einer kulinarischen Tagesreise durch Istanbul ein. Sie reichen ihren Lesern mit spielerischer Leichtigkeit die ortskundige Hand: „.Denn das ist eigentlich das Schönste: eine Stadt zu erleben, die einem jemand zeigt." sagt Lisa, die Istanbul selbst auf diese Weise kennenlernen konnte. Isabel ist vor ein paar Jahren gemeinsam mit ihrem Mann nach Istanbul gezogen und Lisa hat die beiden dort mit ihrem Freund besucht: „Wir haben zehn Tage auf ihrer Couch gewohnt und hatten die besten Stadtführer der Welt. Das ist toll, wenn jemand sagt 'Guck mal, hier gibts das leckerste Dürüm und da hat man eine tolle Aussicht'.“



Eigentlich war Isabels ursprüngliche Idee, einen kulinarischen Reiseführer zu machen. Bei Lisas erstem Besuch in Istanbul haben die beiden angefangen gemeinsam zu überlegen, wie das konkret aussehen könnte. Vom Reiseführer sind sie dabei mehr und mehr abgerückt, die Idee Istanbul vorzustellen ist geblieben. Das Thema kulinarische Stadtführung haben sie mit einem Tagesablauf kombiniert: eigentlich verblüffend naheliegend. Yemek beginnt für den Leser mit einem Frühstück und endet mit einem Mitternachtssnack. Dabei lernt man in kurzen Portraits Menschen aus Istanbul kennen oder erfährt grundsätzliches über Oliven und türkischen Pudding.




Lisa ist Illustratorin und Fotografin; von ihr stammen die meisten Fotos im Buch. Isabel ist Texterin und PR-Beraterin und leidenschaftliche Köchin mit Kochblog: Lecker Lezmi. Für die erste Fotoproduktion ist Lisa für drei Wochen nach Istanbul geflogen: jeden Tag haben sie gekocht und fotografiert - und natürlich auch gegessen. Mit dabei war Veronika Helvacioglu, die auch bei der Recherche und den Übersetzungen geholfen hat. Wenn ihnen etwas nicht geschmeckt hat, hat Isabel es nochmal zubereitet: „Die Dillbrötchen zum Beispiel,“ sagt Lisa und lacht. „Da hat Isa gesagt, so geht das nicht, das müssen wir nochmal machen.“

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